Naturama - Internationales Baumarchiv
Hintergrund
Veranstaltungen Informationen Über uns Angebote Museum Bildung Nachhaltigkeit Naturschutz ueberuns lage kontakt Information

Internationales Baumarchiv

Was ist das Baumarchiv

Das Internationale Baumarchiv präsentiert die kulturgeschichtliche Bedeutung von Baum und Wald von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Der Kern der Sammlung besteht in der fotografischen Dokumentation von Bäumen und Wäldern an über 2000 Standorten, verteilt auf 19 Länder. Im architektonischen Bereich gibt es Bilder von Bauplastiken und Fresken aus Holz. Des Weiteren besitzt die Sammlung auch diverse kulturhistorische Gegenstände in diesem Zusammenhang. Dazu gehören Kultstatuen, Zeremonialgeräte, Figuren, Bronzen, Plastiken und Kunstgewerbearbeiten. Ebenfalls gibt es Sammlungen von Kernen, Samen (Zeitraum 1750 bis 2000) und geschnitzten Nüssen. Es ist weltweit die umfangreichste systematische Sammlung zur Kulturgeschichte von Baum und Wald.

 

Übernahme der Sammlung durch das Naturama

2014 wurde das Internationale Baumarchiv zusammen mit den museumspädagogischen Materialien dem Naturama vermacht und 2015 in den Sammlungsbestand des Naturama überführt. Das Naturama wird die Fotografien und Objekte sowie die museumspädagogischen Materialien für Sonderausstellungen sowie Aktivitäten seiner Fachbereiche einsetzen und so die Sammlung im Sinne der Schenker nutzen und am Leben erhalten.

Geschichte

Das Internationale Baumarchiv wurde 1975 von der Berufsfotografin Verena Eggmann Steiner (1946-1997) aus persönlicher Neigung mit einer Bestandsaufnahme der historischen Bäume der Schweiz begonnen und erhielt 1989 seinen heutigen Namen. 1995 erschien das Buch "Baumzeit", das eine Reihe von Ausstellungen in der Schweiz und in Deutschland auslöste. 1996 wurde ein neues Domizil gesucht. Die Stadt Winterthur bot die Villa Rosenberg an, ein bestens geeignetes Objekt inmitten eines schönen Parks mit einem grosszügigen Baumbestand. Kurz nach dem Einzug 1997 in das neue Zuhause starb Frau Steiner. Ihr Ehemann, Bernd Steiner, verfolgte den Plan unbeirrt weiter und eröffnete 1998 dank seiner Frühpensionierung das Baumarchiv als Museum. Kurz darauf stiess Silvia Haubensak, seine spätere Ehefrau, dazu. Sie baute mit der Waldpädagogik und den Märchen für Kinder und Erwachsene zwei neue Teile auf.
2007 zogen dann dunkle Wolken über dem Museum auf. Der finanzielle Rückhalt von Spenden und Subventionen war geschwunden und neue liessen sich nicht finden. Die Stadt Winterthur und auch der Kanton Zürich antworteten auf die Anfragen negativ. Per Ende September 2007 schliesst das Museum Internationales Baumarchiv nach noch nicht ganz 10 Jahren seines Bestehens seine Tore. 2014 übernimmt das Naturama Aargau das Baumarchiv in seine Sammlung.

Publikation Buchprojekt Götterwohnungen

Ebenfalls 2014 konnte Bernd Steiner sein langjähriges Buchprojekt "Götterwohnungen" abschliessen und im Verlag Schwabe, Johannes Petri, Basel veröffentlichen. Das Buch beschreibt erstmals wie die Bäume zu ihren Göttern kamen bzw. welche vorab religiösen Vorstellungen zu diesen Verbindungen führten, wie sie weitergegeben oder übernommen wurden, welche Veränderungen diese Ideen erfuhren und warum, welche Skandale, Verbote und Booms manche mit Bäumen verbundene Kulte auslösten und wo die Baumverehrung heute angelangt ist. Das Buch umfasst die Kulturen der Ägypter, Mesopotamier, Palästiner, Griechen, Römer, Kelten, Germanen, Juden, Christen und Moslems. Man kann es wie eine Entwicklungsgeschichte von vorn nach hinten lesen, ebenso aber wie ein aus kurzen Kapiteln fast chronologisch aufgebautes Speziallexikon.

Ein solches Buch gibt es bis heute in keiner Sprache. Der Inhalt stützt sich auf die antiken und historischen Quellen und auf die Ergebnisse der jüngsten Forschung. Es ist eine spannende, kritische und mit präzisen Beispielen reich bebilderte Geschichte über das älteste "lebende" Symbol des Menschen und auch ohne Vorkenntnisse flüssig zu lesen. Für alle, die sich mit mythologischen oder angeblich magischen Bäumen beschäftigen. Irrtümer und Phantasien werden darin natürlich ausgeräumt.

Bestellformular